Konzept & Programm

  

GRAZIE

Concept 0998 s„Grazie“ meint Anmut, Liebreiz und Charme, aber auch Gnade, Gunst oder Aufschub.

Auf jeden Fall wird sie nicht gewonnen oder erarbeitet, sondern geschenkt. Sie wird gewährt, wenn sie nicht verlangt, nicht erwartet wird. Sie ereignet sich wenn wir einsehen, dass wir keine wirkliche Chance haben, und uns entspannen. Wenn wir die Kontrolle abgeben und vertrauen.

Kunst wird nur magisch, wenn sie nicht gefallen muss, wenn sie nichts sein muss. Nicht einmal wahr. Sex wird nur gut, wenn er sich von Ehrgeiz und Ansprüchen befreit. Orgasmen sind nicht Krampf, sondern Loslassen. Anmut und Gnade passieren dann, wenn wahre Liebe im Spiel ist: Großzügigkeit, Gelassenheit, Humor und Mitgefühl.

xplore 2017 wünscht sich mehr davon. Die Welt kann es brauchen.

Neben der Dozent_innenauswahl – wir haben natürlich allesamt nach Kriterien wie Liebreiz, Charme und Gnädigkeit ausersehen – hat das Konzept auch Auswirkungen auf unsere Preispolitik. Dieses Jahr werden wir zuerst die teuren Tickets verkaufen, was es dann in einem zweiten Schritt erlaubt, günstige Tickets für alle weniger Wohlhabenden anzubieten.

Und wir haben vor, nach draußen zu gehen, uns zu zeigen, von unseren Erfahrungen und Einsichten zu berichten, die Welt wissen zu lassen, dass es uns und unser Glück gibt. Diese xplore wird Medien, Kommunikation und Ausdruck in den Vordergrund rücken und ein Kamerateam unseres Vertrauens wird Bilder und Eindrücke vom Festival aufzeichnen, um einen Dokumentarfilm zu erstellen.

Alle sind willkommen auf unserem Spielplatz!

Felix Ruckert, März 2017

 

Zum Programm 2017  

Dieses Jahr werden wir jeweils vier Workshops parallel anbieten.

Das diesjährige Programm fokussiert auf Körperbewusstsein, emotionale  Erfahrungen und kreative Kompetenzen. Wir werden versuchen, den sexpositiven Raum der xplore subtiler, tiefgängiger und reichhaltiger zu gestalten und vom Privaten ins Öffentliche – und Politische – zu erweitern. Somatische und künstlerische Praktiken, Performances und Happenings, Reflexionen und Experimente spielen dabei die Hauptrolle.

Das akademisch-kritische Symposium wird dieses Mal in einem Spielraum stattfinden.

Zwei neue Räume für Kostüme & Styling und zur filmischen Selbstinszenierung erweitern die Ausdrucksmöglichkeiten.

 

 

Photo: ©2016 Julia Tham